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Presseberichte

 2017

 

Speelkoppel Hoyerswege im Rathaus

„Fragt mal, ob ihr wiederkommen dürft...“

Was tun mit dem falschen Reporter? Opa und Anna überlegen und finden eine Lösung. 
 

Langwedel - Schon lange vor Beginn war der Saal des Langwedeler Rathauses voll besetzt – mehr als 100 Besucher warteten am Sonntagnachmittag darauf, dass sich der Vorhang hob. Der Förderverein der Freilichtbühne Daverden hatte die Speelkoppel Hoyerswege zum Gastspiel eingeladen.

Doch bevor der plattdeutsche Dreiakter begann, unterhielt die örtliche Band „Consono“. Die flotten Stücke kamen gut an und das Publikum applaudierte den Musikern kräftig. Auch die Pausen verstrichen mit musikalischer Untermalung schnell.

 

„Nu geiht los. Moin“, rief Volker Penczek, Vorsitzender der Freilichtbühne Daverden. „Moin“, antworteten die Zuschauer fröhlich. „Zum dritten Mal sind unsere Freunde aus Hoyerswege hier“, freute sich der Freilichtbühnen-Chef.

Günther Kothe, Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins, strahlte ebenfalls über das ganze Gesicht, als er den proppevollen Saal sah, und kündigte das Stück an: „Wenn hört denn nu das Himmelreich?“ – „Uns allen“, sagte eine schlagfertige Dame vorn im Publikum und erntete die ersten Lacher.

 

Kothe stellte kurz den Förderverein vor: „Wir wollen die plattdeutsche Sprache pflegen und die Freilichtbühne unterstützen. Unser Ziel ist es, in diesem oder im kommenden Jahr die Toilettenanlagen auf der Freilichtbühne auf Vordermann zu bringen.“ Sein Appell: „Werden Sie Mitglied im Förderverein.“
 

Opa stellt sich schwerhörig

Der Vorhang hob sich und gab den Blick frei in die Pension „Himmelreich“. Dort herrschen überhaupt keine himmlischen Zustände. Zwar nächtigen die Gäste in Himmelbetten, doch die finanzielle Situation des Hauses ist alles andere als rosig. Zu allem Übel erfährt Pächterin Olga, dass die Pensionsbesitzerin das Zeitliche gesegnet und ihre Köchin gekündigt hat. Der neue Besitzer – oder die Besitzerin – will inkognito erscheinen, um sich ein Bild vom Betrieb zu machen. Was also tun?

Opa weiß Rat: Er stellt sich schwerhörig. „Da kriegt man das meiste mit“, ist er überzeugt. Pensionsgast Anna, die gern kocht, springt als Köchin ein. Dann trudeln die Gäste ein, unter denen der neue Besitzer vermutet wird.

Wer mag es wohl sein? Ist es vielleicht die mondäne Maria von Brenz, die sich wie eine Hoheit benimmt und von Olgas Exmann Bernd hofieren lässt? Oder die junge Lilli, die sich auffallend schnell mit einem jungen Mann anfreundet? Oder der neugierige Reporter Fritz Wolf, der seltsames Gebaren an den Tag legt?

Nach und nach eröffnen die Gäste dem Publikum ihre Geschichte. Auch dem Opa, der versteckt hinter Pflanzen auf der Bank scheinbar schläft. Naja, zumindest schnarcht er ordentlich. Olgas kecke Schwester trägt ihren Teil dazu bei, dass das Geheimnis um den Besitzer des „Himmelreichs“ gelüftet wird.
 

Publikum dankt mit lang anhaltendem Beifall

Denn niemand der Gäste ist der, der er zu sein vorgibt. Lilli stellt sich als Tochter eines Ministers vor, die mit dem straffällig gewordenen Hardy zusammenlebt, was der Karriere des Herrn Papa abträglich wäre, sollte es öffentlich werden. Dem Paar ist der als Reporter getarnte Privatdetektiv auf den Fersen, den Opa aber auf rabiate Art ausschaltet. Maria von Brenz ist zwar eine Adelige, aber verarmt und verdient ihren Lebensunterhalt als Sekretärin. Was Bernd jedoch nicht stört – die beiden haben die Liebe ihres Lebens gefunden. In die Küche hat niemand geschaut – zur Überraschung aller hat die neue Köchin Anna das „Himmelreich“ geerbt.

Das Publikum dankte für einen amüsanten Theaternachmittag mit lang anhaltendem Beifall. „Fragt mal, ob ihr im kommenden Jahr wiederkommen dürft“, rief eine Besucherin den Schauspielern zu. Doch Bürgermeister Andreas Brandt kam der Frage zuvor: „Das kriegen wir hin“, verkündete er. Das Ensemble freut’s: „Es macht Spaß, hier zu spielen“, finden die Schauspieler.

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