Das Treiben hinter den Kulissen

Das Treiben hinter den Kulissen

Freilichtbühne Daverden lädt zum großen „Tag der offenen Tür“ ein.

Quelle: kreiszeitung.de am 07.07.2025

Beim Tag der offenen Freilichtbühne stellte sich auch der Nachwuchs aus der Theaterwerkstatt vor – und das äußerst gekonnt. © Hustedt

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Was braucht es alles, um ein Theaterstück auf die Bühne zu stellen? Das konnten kleine und große Leute jetzt in Daverden herausfinden.

Seit März führen Mieke Penczek als Vorsitzende und Kjell Dygas als Stellvertreter die Freilichtbühne Daverden, eine Sparte des TSV Daverden. Als Fenja Meyer-Bösche vor zwei Jahren den Vorsitz von Volker Penczek, dem jetzigen TSV-Vorsitzenden übernommen hatte, führte sie am 21. Mai 2023 einen „Tag der offenen Tür“ auf der Freilichtbühne ein. Auch die beiden neuen Vorsitzenden fanden die Idee gut, so gab es am Samstag wieder einen „Tag der offenen Tür“, der gut angenommen wurde. „Tun Sie so, als wären über 200 Besucher da“, so Kjell Dygas bei der Begrüßung – und schon brandete riesiger Beifall auf. „Schauen wir mal, was die Kinder später zaubern“, machte er den Nachmittag spannend.

Seit 1950 wird im Daverdener Holz Theater gespielt, seit 1954 an jetzigen Standort, eingebettet in den natürlichen Abhang des Geestrückens. Auf elf Reihen haben bis zu 500 Zuschauer Platz, beim jüngsten „Sing mit“-Abend waren mehr als 600 Menschen dabei. Da wurden oben über den Reihen viele Stühle hingestellt, der Rest musste stehen. Nicht zu vergessen: Seit 2000 gibt es neben der plattdeutschen Komödie auch das Theater für Jung und Alt mit tollen Märchenstücken.

Jetzt wurden an die Kinder Laufzettel für eine Rallye auf der Freilichtbühne ausgegeben, die sich als spannende Entdeckungstour über das Gelände entpuppte. An allen Stationen wurden Stempel auf die Zettel gedrückt. So gab es zum Beispiel ein kleines Quiz rund um die Freilichtbühne. Die Technik war weitere Station. Beim „Blind Taste“ ging es darum, verschiedene Lebensmittel blind zu erraten, außerdem gab es Gewürzen zu erschnuppern.  30 Teilnahmekarten landeten schließlich in der Bude der Freilichtbühne für Süßigkeiten. Hier durften sich die Kinder gleich etwas aussuchen.

Auf der Freilichtbühne gab es eine Menge zu gucken, zu entdecken – und Eis zu schlecken. © Hustedt

Oberhalb der Zuschauerreihen gewährten die Daverdener Theaterleute Einblick in den Technikpavillon. Auf der Bühne wurde die Theaterwerkstatt, die Jugendgruppe der Freilichtbühne, die Carlina Heutling leitet, vorgestellt. Jeden Freitag von 17 bis 19 Uhr schart Heutling die Kinder von neun bis 15 Jahren im Vereinsheim des TSV Daverden an der Jahnstraße um sich. „Die Mädchen sind in der Überzahl“, berichtete sie. Neben Theaterübungen wie Pantomime, Sprachübertragung und das Einstudieren von Sketchen sei auch das allgemeine Miteinander und die Gemeinschaft wichtig.  „In jedem Jahr hatten wir etwas Besonderes für die Märchenstücke eingeübt.“ Und die Kinder hatten dann ihre (noch) kleinen Auftritte auf der großen Bühne.

Es blieb nicht bei der Vorstellung der Theaterwerkstatt, es wurden auch mehrere Sketche aufgeführt. Da klingelte es bei einer älteren Dame an der Haustür. „Haben Sie einen Hund? Haben Sie eine Waffe?“ Nein. Reaktion: „Dann ist dies ein Überfall.“

Selbst den Pavillon mit den Maskenbildnerinnen durften die Besucher sehen. Perücken, Kostüme und Schminke wurde gezeigt und bei Bedarf und Wunsch wurden die Gesichter verziert. Mieke Penczek bekam von Judith Schmidt das Emblem der Freilichtbühne auf die Wange. Gucken konnten die Besucher auch, wo die Darsteller und Darstellerinnen sowie die Musiker des TSV-Blasorchesters unterhalb der Bühne bei Bedarf mit Essen versorgt werden. Dort gibt es wirklich eine kleine Küche.

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