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2011

29.06.2011 Verdener-Aller-Zeitung
 

Daverden - Nein, das war kein schlechtes Omen für die Premiere. Überhaupt nicht. Wenn auf der Daverdener Frelichtbühne schon mal eine Probe für das plattdeutsche Theaterstück „De dree Blindgängers“ im wahrsten Sinne des Wortes wegen eines Gewitters ins Wasser fällt, dann kann das für die Premiere am Sonnabend, 2. Juli, entschieden nur gutes Wetter bedeuten.

Vielleicht machen die „Blindgänger“ nicht den sichersten Eindruck im Umgang mit dem Baby. Liebevoll sind sie aber allemal.

Vielleicht machen die „Blindgänger“ nicht den sichersten Eindruck im Umgang mit dem Baby. Liebevoll sind sie aber allemal.

Bei der verwässerten Probe machte man eben aus der Not eine Tugend und probierte im Bühnenhaus schon mal Perücken, Bärte und Kostüme und prüfte ob alles passte.

„De dree Blindgänger“ - eine Komödie in drei Akten von Maximilian Vitus handelt von drei wunderlichen, aufgetakelten Mannsbilder, die ganz stattliche Kerle werden.

Auf einen einsamen Bauernhof wurschteln die drei Brüder Krischan, Karl und Jörn Tag für Tag vor sich hin. Die drei sind durch und durch Junggesellen und haben mit Frauen nichts im Sinn. Nur die gute Haushälterin Grete passt auf, dass die drei nicht ganz und gar verkommen und alles verschludern lassen.

Doch als eines Tages auf einmal ein Findelkind und eine fremde Frau auf dem Hof kommen, ändern sich die Manieren der drei Brüder mit einem Schlag. Wie es weiter geht, soll hier nicht verraten werden, das muss man sich auf der Freilichtbühne im Daverdener Wald ansehen.

Auf der Bühne stehen dann übrigens Johann Krüger, Jörn Meyer, Peter Hellwinkel, Heike Schmidt, Lars Lorenzen, Andrea Ellmers und Katrin Lange-Spreckels. Regie führt wieder Brigitte Schönecker. Für die musikalische Begleitung vor den Aufführungen und in den Pausen sorgt die Blasmusik im TSV Daverden.

Premiere ist am Samstag, 2. Juli um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen sind: Sonntag, 3. Juli um 16 Uhr, Mittwoch, 6. Juli um 20 Uhr, Sonnabend, 9. Juli um 20 Uhr, Sonntag, 10. Juli um 16 Uhr, Mittwoch, 13. Juli um 20 Uhr, Sonnabend, 16. Juli um 20 Uhr und Sonntag, 17. Juli um 16 Uhr.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro und für Kinder 3 Euro. Familienkarten für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder sind für 22 Euro zu erhalten. Auch Geschenkgutscheine gibt es, zu bestellen unter der Telefonnummer 0176 78682259. · mo









„Zirkus Faboli“ gastiert auf der Freilichtbühne Daverden / Über 20 Schauspieler

„Wer bist du denn und was willst du hier?“

18.05.2011 Verdener Aller Zeitung

Langwedel - Von Jens Wenck: „Wenn es ihnen gefallen hat, sagen sie es bitte weiter. Wenn es ihnen nicht gefallen hat, behalten sie es bitte für sich. Sonst lassen wir unsere Maulwürfe los.“ Hm. Bei dieser Ansage von Zirkusdirektor Alberto Faboli (Volker Penczek) muss man sich ja ganz genau überlegen, was man über die jüngste Premiere auf der Daverdener Freilichtbühne schreibt.

Wenn das mal keine böses Erwachen gibt: Magier Purgas (re.) mimt lauthals das Unschuldslamm, ist aber ein Fieser. ·

Wenn das mal keine böses Erwachen gibt: Magier Purgas (re.) mimt lauthals das Unschuldslamm, ist aber ein Fieser. · Hier hatte nämlich am Wochenende das Kindertheaterstück mit viel Musik „Angst um Zirkus Faboli“ aus der Feder von Edelfried Hennig seine Uraufführung. Mitten im Daverdener Holz hat der kleine italienische Familienzirkus Faboli seine Zelte aufgeschlagen. Der Blick in die Manege bleibt den Freilichtbühnenbesucher allerdings verwehrt. Man sieht nur den Manegeneingang, das Zirkuszelt und zwei Zirkuswaren. Nicht um die kleine Glitzerfunkelwelt des Zirkus Faboli geht es. Die lütten und großen Dramen hinter der Fassade sind von Interesse.

Aber kleines Drama? Nix, es ist ein großes Drama. Den Fabolis und ihren Artisten steht das Wasser nämlich bis zum Hals. Kaum Zuschauer, wenig Einnahmen, kein Geld in der Kasse des Familienzirkusses.

Aber woran liegt das bloß? Gut, hier gibt das keine Weltsensationen. Aber Mutter Gina Faboli (Nicole Czember) ist ein echter Temperamentsbolzen, Clown „Fillipo“ Faboli (Arne Rode) ein wirklich großartiger dummer August.

„Wer bist du denn und was willst du hier“, fragt eine kleine Zirkusartistin die große finstere Gestalt, die über zwischen den Zikuswagen herumschleicht. Es rummst, es kracht – weg ist der Typ.

Aber er kommt wieder. Und stellt sich als Magier Purgas (Julian Ertel) vor. Ein echt fieser Charakter, so viel sei her verraten. Da entpuppt es sich als wirklich fatale Entscheidung, dass Direktor Alberto auf den Magier als neue Attraktion in seinem Zirkus setzt.

Natürlich hilft es nichts, dass die Zirkuskinder die Erwachsenen vor dem Zauberkerl mit dem tief rollenden „Rrrrrr“ in der Stimme warnen. „Mal immer langsam mit den jungen Pferden“ kriegen sie zu hören. „Oh, Mann. Den Spruch kenn‘ ich“, kontert der kleine Clown Daniele (Felix Schmidt). „Jetzt müssen die jungen Pferde aber mal schnell sein!“

Aber die alten Zirkusgäule sind absolut beratungsresistent. Es geht schief, was nur schief gehen kann. Es geht kaputt, was man nicht für möglich gehalten hat. Kurz: Es riecht drei Meilen gegen den Wind nach Sabotage. Immer wenn man auf den Zuschauerrängen meint, dramatischer geht es nicht – Irrtum, es geht. Bis hin zu einer großen Explosion kurz vor Schluss.

Bis dahin gibt es komische Sachen, Klamauk, falsche und dann echte Liebe, Intrigen... alles was zu einem guten Stück gehört. Dazu Musik. Zum Verschnaufen, zum Geschichte verstehen, als Ohrwurm zum Nachpfeifen auf dem Nachhauseweg. Über 20 Schauspieler kommen in dem Spiel zum Einsatz, darunter viele Kinder und alle so gut, dass man sie namentlich nennen müsste. Geht hier aber nicht, zu wenig Platz.

Obwohl, einen haben wir noch: Uwe Witten, der hat Regie geführt und Giaccomo Malanno gespielt, einen größenwahnsinnigen Zirkusdirektor... Ob der vielleicht hinter allem steckt?

Neben den ausgebuchten Vormittagsvorstellungen gibt es am Sonnabend, 21. Mai, um 19 Uhr und am Sonntag, 22. Mai, um 16 Uhr noch die Möglichkeit, sich „Angst um Zirkus Faboli“ anzugucken. Ob sich das lohnt? Das können wir hier aus voller Brust mit „Absolut! Unbedingt!“ beantworten. Wobei noch versichert sei: Diese Antwort liegt nicht etwa in einer möglichen Angst vor den Kampfmaulwürfen des Zirkus Faboli begründet, sondert beruht auf ehrlicher Überzeugung.




 


Rasantes Verwirrspiel "Angst um Zirkus Faboli" hatte Premiere auf der Freilichtbühne Daverden

16.05.2011-- Weserkurier

Schon die kleinsten Besucher fiebern mit

Von ines prager
 

Daverden. Wer in den Zirkus geht, erwartet einen Zirkusdirektor mit Zylinder, einen Clown mit bunt bemaltem Gesicht, Seiltänzer. Messerwerfer und ein Mädchen auf einem Pferd. Doch für ein Theaterstück, das um einen Zirkus kreist, braucht es noch mehr: den bösen Magier, der, angestachelt von einem anderen bösen Zirkusdirektor, alles durcheinander bringt. Liebe, Intrige und Live-Gesang, das sind die Zutaten, mit denen das Laienspieltheater des TSV Daverden das neue Märchenstück auf die Freilicht-Bühne bringt.

 

Am Wochenende hatte das Stück: "Angst um Zirkus Faboli" Premiere. Doch vielmehr als ein Märchen ist dies ein Kriminalstück, das schon die Kleinsten mitfiebern lässt. Schnell wird klar, dass die Kinder des Zirkusses und natürlich auch die auf den Zuschauerrängen viel eher "Lunte riechen" als die Zirkuseltern, die ganz andere Probleme haben: Geld!

Die Zuschauer bleiben aus, weil immer dort, wo der kleine Familienzirkus Faboli aufbaut, auch der große Zirkus Malanno sein Zelt errichtet. Die letzte Zugnummer des Zirkus Faboli ist Clown Filippo, er schafft es immer noch, zahlende Gäste anzulocken. Doch ausgerechnet der verliebt sich in die Tochter des Konkurrenten Malanno. Alice gesteht ihm ebenfalls ihre Liebe, doch dieses Geständnis ist eine Lüge. Ihr Vater, der Direktor von Malanno, trug ihr diesen Schwindel auf.

Als Ersatz für Filippo engagiert Direktor Alberto Faboli deshalb den Magier Purgas, der angeblich von Malanno entlassen worden ist. Sehr verworren ist das und geheimnisvoll, doch die Kinder haben so eine Idee und schicken ihre Eltern zu Gina Faboli, der Frau des Direktors: "Gina, bist du da? Es geht auch nicht um Geld!" Alle verschwinden im Zirkuswagen, der als Kulisse in der fünf Meter hohen, bunt bemalten Wand vor den beiden festen Häusern der Freilichtbühne steht.

Das Bühnenbild zeigt nicht die Manege, wie ein Zirkusbesucher sie sehen würde, sondern das Innere der "Wagenburg" hinter dem Zirkuszelt. Deshalb kommen die Akteure auch rückwärts aus dem Zelt, wenn sie sich vor ihrem imaginären Publikum verbeugen. Purgas, der Magier, erscheint in silbernen Schnabelschuhen und macht seinem Ruf als Bösewicht alle Ehre.

Als die Kinder die Erwachsenen warnen wollen, hören sie den Spruch: "Immer langsam mit den jungen Pferden!" Doch "Cowboy", der junge Reiter Edoardo, wird ungeduldig, "den Spruch kenn ich schon, aber nun müssen die jungen Pferde mal ganz schnell sein!" Denn es passieren seltsame Dinge, immer genau vor der Vorstellung: zerschnittene Schirme und auseinanderfallende Messer. Bis ein Unfall passiert.

Doch immer noch hoffen die Erwachsenen, dass alles gut wird: "Wenn das Glück mal stolpert, wird das nicht das Ende sein." Der Zirkusmusiker, gespielt vom Drehbuchautor und Komponisten des Stückes, Edelfried Henning, hat allerdings so seine Bedenken. "Wenn sich erst Wagenräder drehn, bleibt kein Zelt mehr stehn." Deshalb planen die Kinder, dem Purgas eine Falle zu stellen, denn ihre Eltern scheinen ihm gegenüber blind zu sein. Doch weil Purgas zwar böse, aber doch schlau ist, rechnet er längst damit. Er erwischt die Kinder, dreht die Situation zu seinen Gunsten um und zerstört so die Truppe.

Oder vielleicht doch nicht? Ist er dennoch aufgeflogen? Naht Hilfe aus einer ganz ungeahnten Richtung? Das Premierenpublikum erlebte, wie falsche Liebe in echte umschlagen kann und fieberte mit den Leuten von Faboli um den Zirkus.

Zweimal 45 Minuten dauert das Spiel, in der Pause gibt es Getränke, Popkorn und Kuchen zur Stärkung für die zweite Hälfte. Weitere Vorstellungen sind am 21. Mai um 19 Uhr und am 22. Mai um 16 Uhr zu sehen.



 


Freilichtbühne 2011 mit nicht ganz so großem Programm wie im Jubiläumsjahr / Kinderstück und plattdeutsches Theater

„Wollen es ruhiger angehen lassen“


04.03.2011 - kreiszeitung.de

Daverden (hu) · Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Freilichtbühne Daverden gedachte der Vorsitzende Volker Penczek des kürzlich gestorbenen Bruno Rohrberg, der zeitlebens ein Förderer der Freilichtbühne war. Rohrbergs Fischerhaus an der Alten Aller diente schon früher als Umkleidehaus, auch im vergangenen Jahr wurde dieses kleine Haus im Wald für das Märchenstück genutzt.

Der neu gewählte Vorstand mit (v.li.): Volker Penczek, Heiko Schmidt, Heike Ertel, Svenja Witten, Peter Hellwinkel, Heike Jahn, Dieter Stegmann, Uwe Witten, Günther Kothe, Rolf Rotermundt (es fehlt: Axel Junge).

Der neu gewählte Vorstand mit (v.li.): Volker Penczek, Heiko Schmidt, Heike Ertel, Svenja Witten, Peter Hellwinkel, Heike Jahn, Dieter Stegmann, Uwe Witten, Günther Kothe, Rolf Rotermundt (es fehlt: Axel Junge).

Die Freilichtbühne gehört zum TSV Daverden, so dass auch dessen Vorsitzender Gerd Depke die Versammlung besuchte und gleich die beiden Kassenwarte Manfred Kopp und Marion Hellwinkel mitbrachte.

Depke dankte den Abteilungsmitgliedern für ihren großen Einsatz für die Kultur in Daverden und wies auf die Jahreshauptversammlung des Vereins am 18. März hin. Dann wird auch über die Renovierung des Vereinsheims diskutiert, das inzwischen 25 Jahre alt ist und grundlegend saniert werden muss.

Bevor es zu den Neuwahlen ging, verabschiedete Volker Penczek zwei verdienstvolle Mitglieder aus dem Vorstand: Hans-Jürgen Schulz und Guido Kedenburg, die beide nicht wieder kandidierten.

Die Wahlen wurden im Block durchgeführt. So bleibt Volker Penczek Vorsitzender, Heike Ertel seine Vertreterin, Peter Hellwinkel Kassenwart, Heike Jahn Schriftwartin und Dieter Stegmann Hauswart. Neu besetzt wurde der Werbeausschuss, dem bisher auch Guido Kedenburg und Hans-Jürgen Schulz angehörten. Dieser besteht jetzt aus Axel Junge (Pressearbeit), Günther Kothe (Werbung) und Heiko Schmidt (Internet-Homepage). Zum Vorstand gehören auch Uwe Witten als Regisseur des Märchenstücks, Rolf Rotermundt als Bühnenbauer und Svenja Witten als Jugendvertreterin.

Die Laienspieler können auf ein arbeitsreiches Jubiläumsjahr 2010 zurückblicken, wie Heike Jahn erinnerte. Allerdings litten die Veranstaltungen recht häufig unter lausigem Regenwetter.

Volker Penczek dankte den drei Senioren Hans-Hermann Meyer, Herbert Luttermann und Heinz Kleinschmidt für ihre Unterstützung bei den vielen Aktivitäten auf der Freilichtbühne.

„In diesem Jahr wollen wir es ruhiger angehen lassen“, versprach Volker Penczek. Über die Proben für das Märchenstück „Angst um Zirkus Faboli“ berichtete Regisseur Uwe Witten. Erstmals gab es einen Workshop im TSV-Vereinsheim, Uwe Witen war ganz begeistert, dass in der angeschlossenen Sporthalle das Stück eingeübt werden konnte – fast wie auf der Freilichtbühne.

Das Märchenstück stammt aus der Feder von Edelfried Hennig, der auch die Musik liefert. Premiere für den italienischen Familienzirkus ist am 14. Mai, letzte Aufführung am 22. Mai. Dieses Märchenstück wird 90 Minuten lang werden.

Premiere für das plattdeutsche Stück „De dree Blindgängers“, geschrieben von Maximilian Vitus, ist am 2. Juli. Peter Hellwinkel stellte diese plattdeutsche Komödie um drei verschrobene Brüder vor, die wieder an drei Wochenenden und jeweils mittwochs dazwischen wird gespielt, die letzte Aufführung ist am 17. Juli.

In diesem Jahr müssen die Zuschauer etwas tiefer in die Tasche greifen, die Eintrittspreise für die Freilichtbühne Daverden werden moderat erhöht und damit den Preisen anderer Bühnen, etwa der in Holtebüttel, angeglichen. Eine Eintrittskarte kostet jetzt acht Euro, eine Familienkarte 22 Euro, lediglich der Preis für die Kinderkarten bleibt mit drei Euro unverändert.

Zum Schluss erläuterte Dieter Stegmann die Arbeiten auf der Freilichtbühne. Im November schon wurde mit der Pflasterung des Abgangs vom Mondscheinweg zur Bühne begonnen, diese Arbeiten werden am Sonnabend abgeschlossen. Ein Handlauf soll später noch folgen. Außerdem soll beim Kinderstück die Technik erstmals oben aufgebaut werden, um eine bessere Beschallung zu erreichen.