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 2014


Grusel-Märchen feiert auf Freilichtbühne umjubelte Premiere / Perfektes Spiel

Max und sein Orchester piesacken Notenteufel

Quelle: Mediengruppe Kreiszeitung, 24.06.2014


 

Mudder Mehrmann „geigt“ Dirigent und Wirt Urs ihre Meinung.

Mudder Mehrmann „geigt“ Dirigent und Wirt Urs ihre Meinung.

 

Daverden - Von Inka Sommerfeld. „Flöten, die quieken wie Ferkel, Trompeten, die tröten wie Elefanten, Schlagzeug, das scheppert wie Kochtopfdeckel, und Klarinetten, die quäken wie Gänsegeschnatter“ – so beschreibt der Notenteufel, wie es klingt, wenn die Blaskapelle von Brasbüll probt. „Hupenkonzert“ nennen es die Kinder des Dorfes. Kein Wunder, denn Dirigent Urs Jensen ist zugleich Wirt im Ort und dirigiert seine Leute immer schnell von den Proben im Saal an die Theke. Wenn nach dem Trinkgelage solch eine Kakophonie ertönt, labt sich der Notenteufel an Unmengen falsch gespielter Noten.

„Der Notenteufel“ lautet der Titel des Grusel-Märchen-Stücks, das auf der Freilichtbühne Daverden unter Regie von Uwe Witten aufgeführt wird. Gut besucht war die Premiere am Sonnabendnachmittag, und das Publikum dankte mit kräftigem Applaus für perfektes Schauspiel und schöne Lieder. Der guten Stimmung tat auch ein Regenschauer keinen Abbruch.

Kostüme und Bühnenbild entführten die großen und kleinen Besucher in die Zeit von rund 100 Jahren. Doch bevor es im Dorf lebendig wurde, erzählten Luisa Walter und Edelfried Hennig, der Stück und Musik geschrieben hatte, musikalisch die Vorgeschichte: dass eine Hexe den Musiker Agricola verwandelt hat – in den Notenteufel.

Dann ging es auch schon los. Am Anfang noch ganz harmonisch: Max, mit seiner Mutter von Bayern ins idyllische Brasbüll gezogen, freundet sich mit den Kindern des Dorfes an. „Du kannst Trompete spielen? Dann mach in der Blaskapelle mit, denn die brauchen dringend gute Leute“, fordern die Kinder Max auf. Doch dort hält er es nicht lange aus: „Da bluten einem die Ohren“, jammert der Junge.

Mudder Mehrmann, die neben dem Wirtshaus ihren kleinen Laden betreibt, hält von dem Lärm, der aus dem Saal dringt, überhaupt nichts, und das posaunt sie auch laut und deutlich hinaus. Mit in die Hüften gestemmten Fäusten knöpft sie sich den Wirt vor: „Das ist ja nicht zum Aushalten. Du denkst nur an deinen Umsatz“, schimpft sie ein ums andere Mal – ihre poltrige Art quittierte das Publikum mit Jubel und Beifall. Obendrein bringt sie auf die Palme, dass der ein wenig dösige Wirt sämtliche Sprichwörter falsch sagt. Einige Beispiele: „Mir ist keine Maus über den Tresen gelaufen“, „Das schlägt dem Bass den Boden aus“, „Alle guten Dinge sind zwei“ und „Doppelt gemoppelt hält fester“.

Da Max auf sein Trompetespielen nicht verzichten will, gründet er mit den Kindern ein Orchester – und das musiziert richtig gut. So gut, dass dem Notenteufel angst und bange wird - das Monster fürchtet um sein Leben. Also entführt es Max und sperrt ihn im Keller des Wirtshauses ein.

Das Dorf gerät in helle Aufregung: Max ist spurlos verschwunden. Überall wird gesucht: im Moor, im Wald, der Weg zur See und die Straße nach Husum werden abgesucht - nichts. Max Mutter ist verzweifelt. Da kommt Frau Schumann mit ihren Töchtern ins Dorf - und die Kinder erfahren, was es mit dem Notenteufel auf sich hat. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, doch der Teufel ahnt schon, was sie vorhaben.

 

Was noch geschieht und wie die Geschichte ausgeht, erfahren Besucher am Freitag, 27. Juni (20 Uhr), Sonnabend, 28. Juni (16 Uhr), und Sonntag, 29. Juni (16 Uhr). Karten kosten für Erwachsene acht Euro, für Kinder drei Euro, und für die Familienkarte (zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder) sind 22 Euro zu zahlen. Nähere Informationen gibt es unter der Mobil-Nummer 0176/78682259 und im Internet unter www.freilichtbuehne-daverden.de.



 




Freilichtbühne Daverden startet mit Edelfried Hennigs „Der Notenteufel“

Willkommen in Brasbüll

Quelle: Mediengruppe Kreiszeitung, 18.06.2014

 
Nach Brasbüll ins Jahr 1900 entführt das Ensemble der Freilichtbühne mit dem Stück „Der Notenteufel“.


 

Nach Brasbüll ins Jahr 1900 entführt das Ensemble der Freilichtbühne mit dem Stück „Der Notenteufel“.

Daverden - Die Uhren gehen anders in dem kleinen Dorf Brasbüll, zumindest die Rathausuhr. Die läuft nämlich rückwärts. Und das solange, bis man sich im Jahr 1900 befinden.

Aber wo soll Brasbüll denn überhaupt sein? Laut Edelfried Hennig liegt es irgendwo in der Nähe von Husum, vom 21. bis 29. Juni findet man Brasbüll definitiv auf der Freilichtbühne Daverden. Und hier treibt „Der Notenteufel“ sein Unwesen. So heißt das neue Stück aus der Feder von „Edel“ Hennig.

In der Geschichte können die Zuschauer miterleben, wie Max (Felix Schmidt) und seine Mutter Helga (Xenia Ertel) nach Brasbüll kommen und herausfinden, dass es beim Gastwirt Urs Jensen (Guido Kedenburg) nicht mit rechten Dingen zugeht.

Im Keller des Gasthauses hat es sich der Notenteufel (Volker Penczek) gemütlich gemacht. Der ernährt sich dort von den falsch gespielten Noten der Dorfkapelle und kann nur mit einem besonderen, richtig gespielten, Musikstück vertrieben werden. Die Einzigen, die gute Musik machen sind die Dorfkinder, aber das sind nicht genug. Als der Notenteufel Max entführt, müssen die Kinder schnell handeln…

Wieder einmal gibt es auf der Freilichtbühne Daverden ein Märchenstück von Edelfried Hennig zu sehen. „Der Notenteufel“ kommt mit Spaß, Spannung und Musik am 21. Juni, 22. Juni, 28. Juni und 29. Juni jeweils um 16 Uhr und am 27. Juni um 20 Uhr auf die Freilichtbühne nach Daverden.

Karten kosten 8 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder, Familienkarten gibt es für 22 Euro (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder).

Karten können vorbestellt werden unter der Telefonnummer 0176 7868 2259. Hier gibt es auch Informationen zu Gruppenermäßigungen.




Edelfried Hennig erzählt über das neues Stück der Freilichtbühne Daverden

„Der Notenteufel“ im Kindergarten Etelsen

Quelle: Mediengruppe Kreiszeitung, 13.06.2014



„Edel“ Hennig war jetzt im Kindergarten Etelsen zu Besuch.

„Edel“ Hennig war jetzt im Kindergarten Etelsen zu Besuch.

 

Etelsen - Die Löwengruppe des Kindergarten Etelsen hatte jetzt einen besonderen Gast. Edelfried Hennig, Autor des Theaterstückes „Der Notenteufel“, das ab dem 21. Juni auf der Freilichtbühne Daverden uraufgeführt wird, kam mit seiner Gitarre in den Kindergarten und erzählte den Kleinen schon mal ein wenig von dem geheimnisvollen Wesen, das sich von falschen Tönen ernährt.

Wenn schon die Kinder ein bisschen von der Geschcihte gehört haben, wollen wir hier auch mal nicht so sein. Also: Bei dem Gedudel, dass die Blaskapelle aus Brasbüll fabriziert hat der Notenteufel ein gutes Leben im Keller des Dorfgasthauses. Doch die Kinder des Dorfes, allen voran der Trompeter Max, können richtig gute Musik machen. Das wird dem Notenteufel dann doch zu gefährlich....

Nach diesem Besuch von „Edel“, wie Hennig oft genannt wird, freut sich die Löwengruppe jetzt ganz besonders auf ihren Besuch auf der Freilichtbühne Daverden. Für sie gibt es noch einen Grund. Ihre Erzieherin Nicole Czember, die seit vielen Jahren auf der Freilichtbühne als Schauspielerin tätig ist, mischt nämlich in dem Stück als Mudder Mehrmann das kleine Dorf Brasbüll mächtig auf. Aber auch alle Nicht-Löwen sind natürlich herzlich willkommen auf der Freilichtbühne. Die Premiere ist am 21. Juni um 16 Uhr. Weitere Vorstellungen sind am 22., 28. und 29. Juni jeweils um 16 Uhr statt. Am Freitag, 27. Juni gibt es eine Abendvorstellung um 20 Uhr.

Weitere Infos bekommt man im Internet unter www.freilichtbuehne-daverden.de oder unter der Telefonnummer 0176 78682259.

 

 


 

Freilichtbühne Daverden begeistert das Publikum mit eigener Interpretation

„Charley siene Tante“ – ein Klassiker im neuen Gewand

Quelle: www.kreiszeitung.de, 13.08.2014

Eine großartige Vorstellung lieferte die Freilichtbühne Daverden mit ihrer Version von „Charley siene Tante“ ab.

Daverden - Ein Klassiker und ein Knüller hatte am Wochenende auf der Daverdener Freilichtbühne Premiere: „Charley siene Tante“. Diese schon mehrfach verfilmte Komödie von Brandon Thomas wurde von Cornelia Ehlers in die niederdeutsche Fassung gebracht – und von der Regisseurin Brigitte Schönecker auf die Daverdener Waldbühne zugeschnitten.

Die etwa 200 Besucher der Premiere waren begeistert von den Leistungen der Laienspieler, die sich durchaus mit großen Vorbildern wie die Schauspieler des Ohnsorg-Theaters oder des Millowitsch-Theaters messen können. Am Sonntag waren es dann gar 250 begeisterte Zuschauer bei gutem Wetter – entgegen der Prognose. Kein Lampenfieber hatten die fünf jungen Darsteller, von denen vier erstmals auf der plattdeutschen Bühne standen.

 

Das Boulevardstück spielt im Haus von Jakob von Meyerhoff, eingerichtet im Stil der 1960er Jahre. Am Haus stand natürlich als Adresse „Am Holze 4“ – die Adresse der Freilichtbühne.

Zwei Studenten, Jakob, hervorragend besetzt mit dem erst 19-jährigen Jannik Sievers, und Karl Witthus, gespielt von Nico Ellmers, der bereits über eine Bühnenerfahrung verfügt, stammen aus guten Familien. Sie haben einen Hausdiener namens Bruns (Petra Warnke), aber nie Geld.

Die beiden Studenten sind unsterblich verliebt in Anne Willers und Katrin Jaspers, die von den Geschwistern Annalena und Fenja Meyer, beide Anfang 20, mit viel Anmut und Spaß verkörpert wurden.

Es fehlt nur noch an der Gelegenheit, sich mit den beiden Angebeteten zu treffen und sich ihnen zu erklären. Die Zeit drängt, denn schon am nächsten Tag wollen die beiden jungen Damen nach Holland reisen. Da trifft es sich gut, dass Charleys reiche Tante aus Brasilien, Donna Lucia d`Alvadorez, ihren Besuch angekündigt hat. Grund genug, die Mädchen neugierig zu machen und zu einem Frühstück einzuladen.

Leider verzögert sich die Ankunft des exotischen Gastes. Um die beiden jungen Damen nicht zu enttäuschen, überreden Jakob und Karl ihren Freund Johann van Redders, Frauenkleider anzulegen und in die Rolle der Tante zu schlüpfen. Köstlich wirbelt Peter Hellwinkel im grünen Kleid und Pumps über die Bühne und wundert sich, dass er Platt sprechen soll, obwohl er doch aus Brasilien kommt.

Zunächst macht es Jakob und Karl eifersüchtig, dass Annie und Katrin gar zu vertraut mit der vermeintlichen Tante umgehen – sehr zu deren Vergnügen, wie man sich denken kann, so auch bei den Spaziergängen an der Alten Aller.

Unangemeldet kommen zudem Jakobs Vater, Major Frank von Meyerhoff, überzeugend gespielt von Johann Krüger, sowie der Onkel und Vormund der beiden Mädchen, Stefan Willers, den Günter Kothe gekonnt spielt. Eine starke Leistung auch, als sie in einer Szene synchron sprechen. Beide rücken der sagenhaft reichen Tante smit Heiratsanträgen auf den Leib.

Der Major hat sich ein Zimmer im „Waldschlößchen“ genommen, Stefan Willers jagt die Tante durch die Zuschauerreihen. Als sich dann auch noch Donna Lucia, die echte Tante, in Begleitung ihrer Nichte Johanna Lienpadd einstellt, gehen die Verwirrungen in die entscheidende Runde. Karin Sievers, verkörpert großartig die Tante aus Brasilien, während ihre Nichte von der erst 20-jährigen Julia Hellwinkel gespielt wird, die erstmals auf der Bühne stand und überzeugte.

Hervorzuheben ist noch Hausdiener Bruns – eine Paraderolle für Petra Warnke. Neben den lokalen Anspielungen in der Daverdener Inszenierung wird hier der berühmte Sketch „Diner for one“ zitiert, inklusive stolpern und Trinkeinlagen – sehr gekonnt und zum großen Vergnügen des Publikums.

Viele große Schauspieler haben die Rolle von Charleys Tante gespielt, Peter Hellwinkel muss sich mit seiner schauspielerischen Leistung hinter keinem verstecken.

Stolz war er auf den ersten Auftritt seiner Tochter Julia. Auch Karin Sievers war begeistert, wie gut ihr Sohn Jannik die Rolle des Jakob spielte. Annalena und Fenja Meyer steckt das Theaterblut in den Adern. Als Gründungsmitglied der Freilichtbühne trat Großvater Hans-Hermann Meyer noch mit 78 Jahren auf. Auch sein Sohn Volker hat in Daverden schon gespielt.

Die Jüngste der Familie, die siebenjährige Mailin, kam zum Schluss auf der Schulter von Günter Kothe auch auf die Bühne – als kleines Äffchen, schließlich hatte dieser als Steffan Willers der exotischen Tante ja gesagt, sie komme dort her, wo „de Apen“ leben.

Die nächsten Aufführungen sind am 20., 22., 23. und 24. August.